Dass die Gesellschaft älter wird, ist keine so neue Nachricht. Seit 1997 wird in der Presse der Begriff des „Demografischen Wandels“ verwendet, des Wandels von einer Gesellschaft, die wenige Alte und viele Junge hat, zu einer Gesellschaft, in der diese beiden Pole verkehrt oder zumindest gleichstark sind. Mit dem Begriff der „Überalterung“ lässt sich der Fakt erklären, dass wir privat vorsorgen müssen, wenn wir im Alter nicht am Hungertuch nagen wollen, aber auch andere Kostenanstiege können so plausibel gemacht werden.
Der Anstieg der Krankenkassenbeiträge zählt dazu. Wann immer die Zuzahlung erhöht wird, wird der „Demographische Wandel“ als Erklärung bemüht. Zumal es logisch klingt: Wenn die Versicherten immer älter werden, nehmen sie die Versicherungen auch länger in Anspruch, was, besonders im Alter, einen enormen Kostenfaktor bedeutet. Aber trifft dies auch zu?
Zwar ist es richtig, dass die Menschen älter werden und sicherlich nehmen die körperlichen Beschwerden im Alter zu, allerdings haben nun Forscher des Wissenschaftlichen Instituts der AOK – laut „Senioren Ratgeber“- herausgefunden, dass die Kosten durch die Senioren zwar steigen, sie allerdings in keinem Verhältnis zu den Erhöhungen der Beitragssätze stehen.
Durch die Berechnungen der Krankenkasse stellte sich heraus, dass „die Senioren die Gesundheitskosten nur um 0,4 Prozent pro Jahr steigen“ lassen. Dem Gegenüber steht ein aktuelles „Ausgabeplus der Kassen“, dass im Schnitt bei 3,7 Prozent pro Jahr liegt.
Quelle: Senioren Ratgeber
Direkter Link:
Sie müssen angemeldet sein um einen Kommentar zu veröffentlichen Anmelden