Bei akuten Kreuzschmerzen viel bewegen – Bettruhe überholt

Bei Schmerzen rät die Logik, alles zu unternehmen, um sich ihrer zu entledigen. Auch sagen alte Hausmittel, dass man bei Rückenschmerzen eben jenen schmerzenden Rücken schonen sollte.Weiterhin galten Massagen lange Zeit als Garant dafür, dass Linderung verschafft werden konnte. Nun wurde auf der internationalen Fortbildungswoche der Bundesapothekerkammer, der sogenannten „Pharmacon“, für akute Kreuzschmerzen eine andere Herangehensweise vorgestellt.

So riet Frau Prof. Dr. med. Annette Becker von der Universität Marbug, laut Pressemitteilung der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, „Wer Rückenschmerzen hat, sollte körperlich aktiv werden. Die Aktivierung kann verhindern, dass die Schmerzen chronisch werden”
Weiterhin erklärte sie: “Die frühere Empfehlung der Bettruhe ist heute für akute Kreuzschmerzen überholt; ich rate auch von Massagen ab.”

Kreuzschmerzen, die als unspezifisch und akut zu bezeichnen sind, wobei „akut“ bedeutet, dass die Beschwerden entweder erstmalig oder nach einer schmerzfreien Zeit von einem halben Jahr erneut auftreten, werden unter anderem durch die Gabe von Schmerzmitteln bekämpft. Dabei ist es notwendig, den Behandlungserfolg regelmäßig vom Arzt überprüfen zu lassen und die Behandlung an die entsprechenden Gegebenheiten anzupassen. Sogenannte „Schmerzspritzen“ werden heute nicht mehr empfohlen. Unspezifische Kreuzschmerzen, klingen, laut Pressemitteilung – unabhängig von der Behandlung – innerhalb weniger Wochen wieder ab.

Weiterhin wurden die Apotheker durch Prof. Dr. med. Becker „über Warnhinweise, bei denen Patienten mit Kreuzschmerzen frühzeitig einen Arzt aufsuchen sollten“, informiert. „Stürze und eine langfristige Einnahme von Glucocorticoiden, vereinfacht auch “Kortison” genannt“, zählen unter anderem dazu, da beides „zu Brüchen in den Wirbelkörpern führen“ kann. Bei gleichzeitig auftretendem „Fieber, Gewichtsverlust, Appetitlosigkeit und Ermüdungserscheinungen“, ist eine Untersuchung der Schmerzen durch einen Arzt unerlässlich, ebenso, „wenn die Schmerzen in der Rückenlage oder nachts besonders ausgeprägt sind oder wenn neurologische Symptome auftreten, etwa dass Berührungen der Haut nicht mehr wahrgenommen werden.“.

Quelle: ABDA – Bundesvereinidung Deutscher Apothekerverbände

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Veröffentlicht durch: Kevin Kath auf 12. Februar 2012. Abgelegt unter Aktuelles. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag folgen durch den RSS 2.0. Sie können eine Antwort oder einen Trackback zu diesem Eintrag hinterlassen
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