Auf geht’s nach Crange – Der Kirmes-Umzug

Das Cranger Tor in Herne – hier, an der Dorstener Straße, befindet  man sich noch mitten im  Rummel der Kirmes. Zur Zeit – um 12 Uhr – warten etliche Menschen auf Etwas. Hin und wieder späht Jemand die Hauptstraße herunter, deutet auf das Blaulicht, das da am Horizont zu sehen ist, und die Menschenmasse, die die Straße komplett, einem großen Strom gleich, ausfüllt.

Das sich hier viele Menschen befinden, sollte nicht verwundern, es ist Kirmes. Momentan ergötzen sich Schaulustige an kleinen Büdchen, die mit vielen bunten Figuren und Farben Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Nicht nur verschiedene Düfte von Prager Schinken über gebrannte Mandeln oder Zuckerwatte liegen in der Luft, sondern auch eine gespannte Atmosphäre. Wir erwarten eine weitere Tradition, nach Eröffnungsfeuerwerk und dem offiziellen Fassanstich durch den Herner Oberbürgermeister am Freitag.
Erfahrene Kirmesgänger wissen: Am Samstag schaut man bunten Festwagen und Fußgruppen zu – der Kirmesumzug schlängelt sich, einem Lindwurm gleich, durch die Wanner Innenstadt.

Obwohl man die ersten Festwagen schon sehen kann, hört man nichts von der stimmungsvollen Musik, mit denen die meisten Teilnehmer des Umzugs die Menge über große Lautsprecher beschallen. Dafür sorgen die Unterhaltungen, die zwar einzeln nicht zwangsläufig laut sind (manchmal muss jedoch  gegen die Musik der Schausteller angeschrieen werden), doch in ihrer Summe das Potential haben, die bunt-geschmückten LKWs zu übertönen.

 

Dann ist das große, silberne Fahrzeug deutlich zu erkennen – das Blaulicht  weist darauf hin: die Polizei naht. In diesem Fall ist sie als Vorhut für den Umzug unterwegs. Ein paar Meter hinter dem Transporter der Ordnungshüter rollt ein von vier Schimmeln gezogener Wagen, auf dem ein großes Fass angebracht ist.

Im Allgemeinen war der Umzug dieses Jahr wieder sehr schön anzusehen. Die schon erwähnten, bunt-geschmückten Festwagen waren, wie immer, nicht nur einen Blick wert. Darauf wurde getanzt, mitgesungen, wenn ein besonders eingängiges Lied gespielt wurde, und  – wie bei einem Umzug üblich – Bonbons geworfen. Als besonder Blickfang eigneten sich beispielsweise die Cheerleaderinnen, die direkt vor den staunenden Augen des Publikums eine artistische Show zum Besten gaben und die Kirmes-Königin, die in einem Wagen mit offenem Verdeck saß. Den Abschluss des knapp 2 stündigen Zuges bildete der Wagen, auf dem leicht bekleidete Samba-Tänzerinnen und Tänzer ihre Körper zu heißen Rhythmen bewegten.

Kaum, dass dieser Wagen auf die Dorstener Straße bog und die Melodie verklang, wurde es für den Bruchteil einiger Sekunden ruhig, ehe die Budenbesitzer ihre eigenen Stereoanlagen in Betrieb setzten.

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Veröffentlicht durch: Kevin Kath auf 8. August 2011. Abgelegt unter Aktuelles, National, Nordrhein Westfalen, Reise & Freizeit. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag folgen durch den RSS 2.0. Sie können eine Antwort oder einen Trackback zu diesem Eintrag hinterlassen
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